GLW-Ratsfraktion im Stadtrat Dannenberg
Der „Fathmann-Brunnen“ 15.8.06
Dannenberg besitzt ein Denkmal: Den „Fathmann-Brunnen“. Ein Denkmal von der Sorte mal-drüber-nachdenken wie das gelaufen ist.
Das macht Sinn, plant doch der Noch-Genosse und Alt-Bürgermeister der Stadt Dannenberg, Bernard Fathmann, mit seiner schill-ernden Bürgerliste den Dannenberger Stadtrat umzukrempeln. Eigenlob stinkt, sagt man, er aber sieht das wohl anders, brüstet sich mit seinen Verdiensten für Dannenberg, seinen Seilschaften in Hannover und insbesondere damit, was in Dannenberg unter seiner Regentschaft alles investiert wurde.
Nun, eine der letzten größeren Ausgaben war die „Investition“ für den „Fathmann-Brunnen“.
Der Dannenberger Stadtrat vertraute seinerzeit seinem Bürgermeister Fathmann als der sagte, er habe die kompletten Kosten für diesen Brunnen „in Hannover“ eingeworben. Dieses Vertrauen war ein Fehler wie sich zeigte, kam doch schließlich gar nichts aus Hannover, aber die Granitbrocken lagen schon da. Pech gehabt, Dannenberg! Die Kosten wurden schließlich über diverse Umschichtungen im Haushalt aufgebracht. Das Geld fehlte natürlich an anderer Stelle für Investitionen.
Kürzlich stellte der Altbürgermeister zudem in einem Leserbrief heraus, er habe quasi den Dannenberger Haushalt saniert und fast ohne Defizit 2001 „weitergegeben“. Er „belegt“ das mit Zahlen. Diese allerdings sind reine Phantasie, nicht eine davon stimmte. Wie auch, prahlte Fathmann doch früher schon damit, er brauche keine Sitzungsvorlagen lesen, er wüsste nach wenigen Minuten einer Sitzung, wo es langgeht. Dazu muss man allerdings wissen, dass er selten Sitzungen vollständig beiwohnte und seine inhaltlichen Beiträge wg. mangelnder Faktenkenntnis zunehmend peinlich wurden.
Fakt jedenfalls ist, dass, als sich Fathmann den Bürgermeisterhut aufsetzte der Stadthaushalt deutliche Überschüsse aufwies und „sein“ letzter, der Haushalt 2001, bei einem Gesamtvolumen von 11 Mio DM mit einem strukturellen Defizit (also Neudefizit dieses einen Jahres) von über 1,2 Mio DM beschlossen wurde.
Bürger-Fundi Fathmann sollte den WählerInnen, aber auch seinen MitstreiterInnen auf der Bürgerliste, reinen Wein über seine eigentlichen Absichten einschenken.
Für eine fundierte Ratsarbeit über Jahre ist jedenfalls die populistische Simpel-Formel „Verwaltung halbieren – Bäder sichern“ nicht zielführend. Das überzeugt vielleicht diejenigen, die sich schon mal wegen ihrer Hundesteuer über die Verwaltung geärgert haben, aber nicht politisch denkende Menschen, die wissen, wer sich für den Erhalt von Bädern und Büchereien energisch eingesetzt hat. Fathmann jedenfalls war das nicht.